Trojaner - IT-Sicherheit 24. Juli 2018

Was ist eigentlich Schadsoftware und was kann man dagegen tun?

Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Schädliche Software befindet sich auf Ihrem Computer und bedroht sensible Daten und Dateien. So einfach wie sich die Schadsoftware installiert hat, so schwierig ist es, sie wieder vom Gerät zu entfernen.

Schadsoftware beschreibt eine ganze Palette von unterschiedlichen Softwares, die einen Computer oder vergleichbare Netzwerke mit schädlicher Software bespielt und dadurch die Sicherheit der darauf befindlichen Dateien gefährdet. Im schlimmsten Fall kann sogar der komplette Computer betroffen und damit unbrauchbar sein.

Da Hacker mithilfe von Malware viele unterschiedliche Angriffsmethoden nutzen, muss differenziert werden, um welche Art von Attacke es sich überhaupt handelt. Dabei unterscheidet man zwischen den gängigsten Formen: Computerviren, Computerwürmer, Trojaner und Ransomware.

  • Computerviren

Bei dieser Form der Schadsoftware „infiziert“ das Computervirus verschiedene Dateien auf einem Computer, so dass diese während der späteren Verwendung unbrauchbar sind, da sie verändert sein könnten. Falls dieses Ziel nicht angestrebt wird, können Viren auch dazu benutzt werden, eine Datei in der Öffentlichkeit zu verbreiten, was je nach Inhalt zu beachtlichem Imageverlust führen kann.

  • Computerwürmer

Computerwürmer zählen zu den gefährlichsten Arten von Schadsoftware, da diese autonom agieren und ganze Netzwerke zusammenbrechen lassen können. Würmer verbreiten sich beispielsweise durch Verteiler, die auf diese Weise leicht weitere Nutzer erreichen können. Des Weiteren können auch finanzielle Schäden entstehen, da Würmer Netzwerkressourcen verbrauchen, durch die – in der Folge – ganze Systeme zusammenbrechen können.

  • Trojaner

Wer bereits die Geschichte von Troja und dem trojanischen Pferd kennt weiß, dass es sich hierbei um eine versteckte Operation handelt. Diese Art der Schadsoftware wird vom Nutzer unwissend installiert und täuscht diesen, da die Software vorgibt, eine brauchbare Anwendung zu sein. Das Hauptmotiv ist in der Regel Spionage, um Informationen zu erhalten.

  • Ransomware

Das Programm basiert auf einer Verschlüsselungsmethode, bei der der Geschädigte häufig erpresst wird. Dabei werden Dateien verschlüsselt oder unbrauchbar gemacht, bis beispielsweise ein Lösegeld gezahlt wird. Wird das Geld nicht gezahlt, werden die Dateien unwiderruflich gelöscht. Der Schaden kann dabei ins unermessliche gehen, demnach gilt diese Art des Angriffs als besonders gefährlich.


Aktuelles Beispiel zeigt: Niemand kann sich sicher sein

Die bereits aus dem letzten Jahr bekannte Schadsoftware „WannaCry“ hat nach Angaben des Handelsblattes den US-Flugzeugbauer Boeing befallen. Es wurde vermutet, dass der Erpressungstrojaner Produktionssysteme beeinträchtigen könnte, allerdings sei dieser Verdacht unbegründet gewesen. Trotzdem zeigt sich, die Hacker machen auch vor großen Unternehmen keinen Halt.


Cyber-Prävention muss nicht immer teuer sein

Um sich vor möglichen Angriffen durch Schadsoftware zu schützen, empfehlen wir zunächst die Nutzung eines zertifizierten Anti-Viren-Programms, welches auf dem aktuellsten Stand ist. Weitere Vorsichtsmaßnahmen sind u.a. regelmäßige Updates, Umsicht bei unbekannten Datenquellen, regelmäßige Updates und die Nutzung sicherer Passwörter. Lesen Sie auch unsere ausführliche Anleitung für einen optimalen Virenschutz – in nur 10 Punkten.


Opfer von Ransomware: Wie gehe ich korrekt vor?
 

Aufgepasst vor Erpressungs-Trojanern! Falls es ein Schadprogramm trotz Anti-Virensoftware und regelmäßiger Updates geschafft hat, sich auf ihrem Computer einzunisten, müssen Sie vorsichtig sein. Bei einer Lösegeldforderung gibt es keine Garantie mehr, dass Sie ihre Daten zurückbekommen. Daher kann in so einem Fall nur gewartet und gehofft werden, dass der Code hinter der entsprechenden Software schnell geknackt und der Computer damit wieder funktionstüchtig gemacht wird.

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