10. Juli 2018

Was ist eigentlich der optimale Virenschutz für Computer? 10 Tipps

Der geübte Internetuser weiß, wie schnell Viren oder andere Schadsoftware den Computer lahmlegen können. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man sich und die eigenen Daten vor einem Cyberangriff schützen kann. Wir zeigen Ihnen in 10 Punkten kurz und prägnant auf, welche Maßnahmen dazu beitragen, die Sicherheit Ihres Computers zu erhöhen.


1. Regelmäßige Updates!

Zunächst sollten Sie ihre Software auf dem Computer so aktuell wie möglich halten, dabei helfen regelmäßige Updates. Es empfiehlt sich die automatische Funktion zur Aktualisierung der Software einzuschalten. Updates helfen dabei, mögliche Sicherheitslücken zu beseitigen. Denken Sie dabei auch an regelmäßige Updates Ihrer Browser sowie E-Mailprogramme.


2. Schützen Sie Ihren Computer durch Antiviren-Programme!
Wir empfehlen ein aktuelles Antivirenprogramm, welches dabei hilft Ihren Computer vor Viren und Trojanern zu schützen. Programme dieser Art scannen den Computer – manuell oder automatisch – und melden sich bei auftretenden Problemen. Man unterscheidet dabei zwischen drei verschiedenen Scanarten: Dem Echtzeitscanner, dem manuellen Scanner und dem Onlinescanner:

Echtzeitscanner: Dieser läuft im Hintergrund als Systemdienst und kontrolliert dabei sämtliche Dateien, Anwendungen & Dienste. Wenn der Virenschutz etwas Verdächtiges gefunden hat, wird in der Regel zuerst der Benutzer gefragt, wie das weitere Vorgehen aussehen soll, demnach liegt die Entscheidungsgewalt beim Nutzer.

Online-Virenscanner: Online-Scanner prüfen Dateien oder den ganzen Rechner über das Internet. Dieser funktioniert ohne Installation und meistens ohne Anmeldung. Die Software schützt Ihren Computer allerdings nicht vor neuen Infektionen, sondern erkennt beim Scan lediglich bereits vorhandene Bedrohungen.

Manuelle Scanner: Die Besonderheit liegt hierbei bei der manuellen Einrichtung des Scanners. Der Benutzer muss jeden Scanvorgang selbst starten. Falls ein gefährliches Programm gefunden wird, zeigt das Programm Lösungsmöglichkeiten auf, um es zu neutralisieren.

Im Vorfeld sollte bestimmt werden, dass der Antivirenscanner dauerhaft läuft, damit schädliche Programme frühzeitig erkannt werden können. Empfehlenswert sind außerdem sogenannte Komplettscans, die den Computer komplett durchleuchten und prüfen.

Antivirenprogramme sollten für jeden Pflicht sein, da dadurch die allgemeine Sicherheit des Computers drastisch erhöht wird.


3. Achtung vor unbekannten Datenquellen!
Zu unbekannten Datenquellen zählen bspw. USB-Sticks oder externe Festplatten. Diese scheinen auf den ersten Blick sicher zu sein, allerdings können sich darauf Schadprogramme oder virenverseuchte Dateien befinden. Bereits das Einstecken eines USB-Geräts kann schon ausreichen, um den Rechner ohne Anzeichen zu infizieren.
Tipp: Keine fremden Geräte an den eigenen Computer stecken, denn man weiß nie, was sich darauf befinden könnte. Ebenfalls sollte man keine eigenen Geräte an Fremde verleihen, da hier eine Übertragung von Viren möglich ist.


4. Vorsicht bei unbekannten Dateien im Internet!
Die E-Mail als wichtigstes Kommunikationsmedium birgt ein besonders hohes Risiko in Sachen Phishing: Sie sollten daher vor allem E-Mails mit Anhängen überprüfen, da sich dort Schadsoftware verstecken könnte. E-Mail-Anhänge von ihrerseits unbekannten Versendern sollten Sie nicht öffnen! Sie können mithilfe eines Antivirenprogramms die Anhänge von E-Mails überprüfen, so sind Sie auf der sicheren Seite. Zusätzlich können Sie sich für diverse E-Mail-Verschlüsselungen entscheiden, um so möglichen Virenattacken durch Schadsoftwarevorzubeugen. Um sich effektiv zu schützen, sollten die E-Mail-Nachrichten per se die gespeicherten Aufzeichnungen von Schriftwechseln und die Verbindung zu Ihrem E-Mail-Provider verschlüsseln.

5. Wachsamkeit bei der Installation von Software!
Mit großer Wahrscheinlichkeit hat jeder, der im Internet surft, schon mal eine Software installiert. Dabei sollte auch hier im Vorfeld geprüft werden, ob und inwiefern die Quelle seriös ist. Denn beim Software-Download auf den Computer kann Schadsoftware ein unerwünschter Begleiter sein.


6. Regelmäßige Back-Ups!
Allen Sicherheitsvorkehrungen zum Trotz kann es passieren, dass sich Ihr Computer mit Trojanernoder anderen schädlichen Programmen infiziert hat. Im „Worst-Case“-Szenario können Sie als Folge auf Ihre Daten nicht mehr zugreifen. Kurz: Es ist alles gelöscht oder nicht mehr aufrufbar. Daher empfehlen wir, regelmäßige Sicherungen auf externen Speichermedien durchzuführen, damit Fotos, Videos und Dokumente unabhängig vom Computer aufbewahrt werden können.


7. Browser-Sicherheit: Updates nutzen!

Denn veraltete Browser sind für böswillige Hackerangriffe Zielscheibe Nummer eins. Außerdem können Sie verschiedene Browser für unterschiedliche Dienste nutzen. Dies hat den Vorteil, dass auf dem einen Browser sämtliche Plug-Ins, Erweiterungen & Cookies abgeschaltet werden können, da diese besonders angreifbar sind. Es hat zwar zur Folge, dass Sie dort z.B. kein Online-Banking oder -Shopping mehr betreiben können, Sie jedoch auf vermeintlich unsicheren Webseiten sicherer unterwegs sind.
Des Weiteren sollten Sie in regelmäßigen Abstanden Ihre Spuren im Internet löschen, wie zum Beispiel Ihren Cache. So sind Sie für Cyberangreifer schwerer zu erkennen.


8. Drive-by-Downloads: Augen auf!

Hackerangriffe werden immer häufiger und noch dazu einfallsreicher. Ein Beispiel dafür sind die Drive-by-Downloads. Die Herangehensweise der Angreifer ist dabei jedoch recht simpel:
Ein Internetnutzer besucht eine Webseite, die vorher von Hackern bearbeitet wurde. Nun wird durch diese Manipulation der Webseite ein Download ausgelöst. In manchen Fällen wird dies nicht einmal durch den Benutzer bemerkt, weil es keine zusätzliche Nachfrage gibt, ob der Download gestartet werden soll. Ist das schädliche Programm erst einmal auf dem PC, kann die eigentliche Wirkung entfaltet werden und so das Gerät des Benutzers schädigen.
Jetzt kommt die Frage auf, wie man sich optimal vor solchen Angriffen schützen kann. Auch hier empfehlen wir ein aktuelles Antivirenprogramm. Ansonsten sollten die Augen nach verdächtigen Webseiten oder unseriösen Downloads offen gehalten werden, da Malware nur sehr schwer erkannt werden kann.


9. Sichere Passwörter nutzen!
An dieser Stelle sollten Nutzer und Unternehmen darauf achten, sichere und vor allen Dingen komplexe Passwörter zu nutzen. So können unter anderem Passwortmanager dazu verwendet werden, Passwörter sicher aufzubewahren und neue Kennwörter zu generieren, welche aus verschiedenen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen.
Weitere Informationen zum Thema Passwortsicherheit finden Sie bei unseren Kollegen der ISiCO Datenschutz, welche passend dazu einen Artikel veröffentlicht haben.


10. Optimaler Virenschutz muss nicht immer teuer sein!
Schulen Sie sich und Ihre Mitarbeiter mit unserem Kurs „IT-Sicherheit für alle Mitarbeiter“. Nach dem erfolgreichen Abschließen erhalten Sie ein Zertifikat, welches die gesetzlichen Anforderungen an eine wirksame Mitarbeiterschulung erfüllt.

 

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