Digitalisierung und Bürokratie
7. Mai 2019

Hidden-Champions: zwischen Digitalisierung und Bürokratie

 

Die volle Wirksamkeit der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vor einem Jahr löste die Debatte aus, wie stark der Mittelstand durch Bürokratie belastet wird. Zwar wird der Mittelstand in Sonntagsreden gelobt: “Kluge Wirtschaftspolitik ist Mittelstandspolitik”. Doch insgesamt machte sich ein Gefühl der Resignation breit. Die Presseberichterstattung, langweilige Verfahrensverzeichnisse und Pflichtkurse für Mitarbeiter bestärkten die Wahrnehmung, dass der Mittelstand reguliert wird, weil die Marktriesen Amazon, Facebook und Google nicht erreicht werden.

In dieses Muster passten dann auch die Schlagzeilen. Zurücksetzung der Familienunternehmen mit Titeln wie ”Der Mittelstand hinkt hinterher”, verbunden mit Drohungen “Bei Datenschutzverstoß Millionen Bußgelder” und durchschaubaren Marketing-Aufforderungen, wie “Last Minute für Rechtssicherheit”, gehörten damals zur Tonlage.

Hidden-Champions im internationalen Qualitäts- und Kostenwettbewerb

Mehr als 10.000 Unternehmen in Deutschland nehmen in der Weltrangliste der Marktführer Platz 1, Platz 2, Platz 3 ein und sind beileibe nicht Last-Minute. Sie sind die Hidden-Champions, die erfolgreich im Weltmarkt agieren, jedoch kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Rund 90 Prozent der Unternehmen in Deutschland gehören Familien, mehr als 85 Prozent der privatwirtschaftlichen Unternehmen werden von Eigentümern geführt. Darunter viele Weltmarktführer, die sich im internationalen Qualitäts- und Kostenwettbewerb behaupten müssen.

Inzwischen ist dem Ärger und der Panik vor Fehlern im Umgang mit dem Datenschutz der Frage gewichen, wann die ersten hohe Bußgelder von den Datenschutzbehörden in Europa verhängt werden. Angesichts von Themen wie der Unternehmensnachfolge, steigender Energie- und Klimakosten und Fachkräftemangel ist die Sorge vor unkalkulierbar hohen Geldbußen mehr als gerechtfertigt. Solche Sanktionen können sehr schmerzhaft sein. Sie können auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit sowie auf Forschung & Entwicklung gehen.

Online-Schulung bedeutet Zukunftskompetenz

Fehleinschätzungen über die Datenschutzkompetenz im Unternehmen können rasch passieren – oft unbeabsichtigt. Ebenso sind Informationssicherheit und die richtige Anwendung von Compliance-Regeln. Umso wichtiger ist eine gründliche Entscheidungsfindung für digitale Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den relevanten bei diesen Themen.

Der Vorteil von Online-Schulungen: Die E-Learning-Kurse können jederzeit genutzt werden, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter es möchten und wann sie es möchten. Umfragen zeigen zudem, dass Funktionen wie das Pausieren die Zufriedenheit mit den Kursen erheblich erhöht. Dieter Kerkfeld, Geschäftsführer der lawpilots GmbH sagt dazu: “Der Mittelstand in Deutschland stellt die höchsten Ansprüche in allen Bereichen. Daher ist es uns besonders wichtig, Online-Schulungen auf höchstem Niveau anzubieten. Die positiven Bewertungen unserer Kunden für unsere Kurse liegt weiter über dem üblichen Marktniveau”.

Damit die Zukunftsthemen Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things weiter vorangebracht und entwickelt werden, bedarf es einer Qualifizierungsstrategie bei den Unternehmen. “Digitales Bildung kann hier einen entscheidenden Beitrag leisten”, so Geschäftsführer Kerkfeld.

Doch auch wenn Online-Qualifikationen den Entscheidungsträgern beim Mittelstand etwas von ihrer Sorgen nimmt, bleibt das politische Umfeld für den Mittelstand schwierig. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat gerade eine Industriestrategie 2030 vor, die auf massive Kritik beim Mittelstand stößt. Der Grund: Statt die Rahmenbedingungen für Innovation von Unternehmen zu verbessern, setzt die Politik auf staatlich geförderte Champions. Die Wirtschaft hat andere Schwerpunkte. Mehr Breitbandausbau und eine durchdachte Digitalisierungspolitik.


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