Informationssicherheit Clean-Desk-Policy
19. Juni 2019

Ordnung ist das halbe Arbeitsleben – Warum ist „Clean Desk Policy“ unverzichtbar?

„Wer Ordnung hält, ist bloß zu faul zum Suchen.“ Oder: „Nur das Genie findet sich im Chaos zurecht.“ Solche Sprüche hat vermutlich jeder schon oft gehört. Zumeist sollen sie der Rechtfertigung derer dienen, die es mit einem aufgeräumten Arbeitsplatz nicht besonders genau nehmen. Doch was früher im Erwerbsleben oft noch großzügig toleriert wurde, ist mittlerweile vielerorts zum No-Go geworden. „Clean Desk Policy“ lautet das Zauberwort: Immer mehr Arbeitgeber verpflichten ihre Mitarbeiter dazu, ihren Schreibtisch frei von Papier- und Bücherstapeln, Zetteln und Visitenkarten, Schreibutensilien, Kosmetikprodukten und Lebensmitteln zu halten – und von allem, was dort sonst noch üblicherweise herumliegt, aber eigentlich nichts zu suchen hat. Spätestens am Ende des Tages müssen demnach alle diese Dinge von der Arbeitsfläche verschwunden sein. So steht es bei manchen Unternehmen sogar im Arbeitsvertrag.  

Aber wie kommt es zu dieser weitverbreiteten Renaissance der guten, alten Ordnung?

Informationssicherheit Clean-Desk-Policy

Büros werden heute zunehmend als „Visitenkarte“ eines Unternehmens betrachtet. Wo Geschäftspartner ein- und ausgehen, darf es nicht wie „Kraut und Rüben“ aussehen, denn ein schlechter erster Eindruck ist oft nur schwer wieder zu kompensieren.

Außerdem zeigen Untersuchungen, dass ein durchschnittlicher Angestellter bis zu zehn Prozent seiner Arbeitszeit nur mit dem Suchen unauffindbarer Arbeitsunterlagen, Materialien und Dokumente  verbringt. Zeit, die er weitaus produktiver zum Wohle seines Arbeitsgebers verwenden könnte, gäbe es ein effektives Ordnungssystem, das langwieriges Suchen überflüssig macht.

Sehr wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die Frage des Datenschutzes und der Informations-Sicherheit. Vertrauliche Dokumente, die womöglich Betriebsgeheimnisse enthalten, sollten keinesfalls offen im Büro herumliegen, wenn z.B. Putzkräfte nach Feierabend dort ihre Arbeit verrichten.

Ebenfalls immer wichtiger wird der Umstand, dass sich ein aufgeräumter Arbeitsplatz viel leichter unter mehreren Mitarbeitern teilen lässt. Ob bei krankheitsbedingter Vertretung, Job-Sharing oder ständig wechselnde Teams: Nur ein ordentlicher Schreibtisch ermöglicht den Wechsel ohne Übergabe. Denn schließlich geht der Trend ohnehin zu modernen, dezentralen Arbeitsplatzkonzepten.

Informationssicherheit Clean-Desk-Policy

Doch was wird bei so viel Ordnung aus dem alten Erfahrungssatz, wonach mancherlei bunte oder persönliche Dinge am Arbeitsplatz – vom Urlaubsfoto bis zum Überraschung-Ei – eine positive Wirkung auf die Kreativität der Mitarbeiter haben können? Dies muss nicht im Widerspruch zur „Clean Desk Policy“ stehen, denn solche Dinge lassen sich ebenso gut in Schubladen verstauen, die zum zwischenzeitlichen Betrachten der Gegenstände geöffnet und sogleich wieder verschlossen werden können. Und bei dezentralen Arbeitsplätzen hilft ein individueller Rollcontainer mit persönlichen Dingen.

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